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Vor uns das Leben - Amy Harmon

Hallo Nachtschwärmer,


Wow. Ich habe schon lange kein so wundervolles, herzergreifendes, lebensnahes Buch gelesen. Es war einfach unglaublich. Fantastisch. Atemberaubend. Vor uns das leben!
Wenn ich nicht so viel zu tun gehabt hätte, wäre ich garantiert spätestens Samstag (da ist es bei mir eingetroffen) abends damit durch gewesen. Es war ein absoluter Traum von einem Buch.

Sterben ist einfach die wahre Herausforderung ist das Leben.

Die Highschool ist zu Ende. Das Leben lieft vor ihnen. Und obwohl Fern, Bailey und Ambrose dachten, sie wüssten, was die Zukunft für sie bereithält, geschieht etwas Unvorhersehbares. Etwas, das die drei zusammenführt. Etwas, das ihnen zeigt, dass man stark sein kann, obwohl man im Rollstuhl sitzt. Dass man besonders sein kann, obwohl man sich unscheinbar fühlt. Dass man schön sein kann, obwohl man Narben am Körper trägt. Und dass das Schicksal manchmal seine ganz eigenen Pläne hat...

Dieses Buch ist einfach unglaublich. Es spielt hauptsächlich zwischen 2001-2006 in den USA. Es behandelt viele Klischees, aber reißt auch ständig viele sozaile, kritische Themen auf. Gerade das finde ich so wundervoll an diesem Buch. Abgesehen von der Geschichte, deren drei Hauptgeschichten durch mehrere Nebengeschichten wunderbar umrahmt werden.

Die einzelnen Geschichten von Bailey, Ambrose und Fern sind als solche schon traurig, aber leider auch oft wahr, die USA stellen ja oft ein solch klischeebehaftetes Land dar. Aber die Verknüpfung der Charaktere ist einzigartig und wunderbar gelungen.
Was mich besonders fasziniert hat ist Baileys Art das Leben zu sehen. Er nimmt seine Krankheit und sein Schicksal nicht als Last, sondern erkennt, dass jeder Tag des Lebens lebenswert sein sollte. Seine Einstellungen gegenüber vielen Dingen, seine Vorstellungen und seine unverblümte, ehrliche Art erwärmten mir auf gewisse Art und Weise immer wieder das Herz. Der Tod ist für ihn ein Teil des Lebens, den alle Menschen eines Tages durchschreiten, manche leben lange. Andere, wie er, der an einer unheilbaren Krankheit leidet, die unweigerlich tödlich verläuft, leben nun mal kürzer.
Ambrose war für mich da ein anderes Kapitel. Sportstar, beliebter Schüler, gut aussehend - man vermutet kaum, was alles hinter seiner Fassade steckt. Doch 9/11 hat auch ihn ganz persönlich mitgenommen und seine Entscheidung Soldat zu werden ist mehr als verständlich. Seine Gefühlslage wurde auch super deutlich gemacht. Nachdem er aus dem Irak zurückgekehrt ist, schwer verwundet körperlich wie seelisch muss er eine Wandlung durch machen um wieder er selbst zu werden und hinter sein eigenes Spiegelbild zu sehen.
Wer ihm dabei sehr hilft ist Fern, die schon früh gelernt hat, dass die Schönheit eines Menschen sich nicht umbedingt äußerlich zeigt. Sie ist Baileys Cousine, für die üblichen Maßstäbe nicht gerade hübsch. Ein Nerd könnte man beinahe sagen. Sie ist belesen und schreibt selbst Romane. Doch wie jeder Teenager begeht auch sie Fehler. Zum Beispiel als sie im Namen ihrer besten Freundin Liebesbriefe an Ambrose schreibt, was natürlich über kurz oder lang heraus kommt. Aber sie liebt Ambrose doch wirklich.
Nachdem dieser aus dem Irak wieder da ist und den Eltern seiner toten Freunde und der gesamten Stadt nicht gegenüber treten kann, sind Fern und Bailey die beiden, die ihn zurück ins Leben holen. Nach und nach. Schritt für Schritt. DIeser langwierige Prozess, mit dem Ambrose langsam sein PTS überwindet, lässt ihn erkennen, was wirklich zählt und wie wichtig es ist Menschen in seinem Umfeld zu haben, die nicht auf äußere Werte achten, sondern nach den inneren gehen.
Fern muss dagegen lernen selbstständig und mutig zu sein. Auch sie tritt Schritt für Schritt den Weg zu einer anderen Persönlichkeit ein, bleibt sich selbst dabei jedoch immer treu.
Der einzige, der sich nicht verändert ist Bailey. Er unterstützt viel mehr die beiden anderen. Hilft ihnen auf ihrem Weg sich selbst und zueinander zu finden.
Dass Bailey im Verlaufe des Buches sterben muss, war mir von Anfang an klar. Aber die Art und Weise wie... Er hat versucht seiner großen Liebe zu helfen, so gut es sein Zustand zuließ und kam dabei selbst ums Leben. Das war unendlich traurig und gleichzeitig so unendlich romantisch. (Ja ich weiß - Welche Frau ist kitsch nicht abgeneigt hm? )
Aber eins ist sicher: Bailey wird niemals einfach vergessen. Denn bei Ambrose und Fern hat er sich unwiderruflich in den Herzen (und auf der Haut) verewigt.
Und am schönsten war die Erkenntnis, dass meine Vermutung, was den Namen von Ferns und Ambroses Kind angeht goldrichtig war. Bailey.

Bevor ich noch weiter vom Inhalt und den Charakteren und deren Problemen und Wandlungen schwärme und total die Zeit vergesse, komme ich nun lieber zu den stilistischen Eigenschaften, die mir wirklich gut gefallen haben.
Was ich besonders toll fand waren die Geschichten neben den Geschichten. Aus verschiedenen Jahren und Lebensabschnitten werden immer wieder Erinnerungsstücke eingeblendet. Mal insbesondere aus Baileys und/ oder Ferns Sicht oder aus Ambroses. Oder aus der von allen dreien. Oder nur Bailey und Ambrose. Oder Oder Oder. Diese Episoden bringen einem die Charaktere noch näher, man kann dort in ihre Gedanken blicken, sich eins mit ihnen fühlen, sie verstehen. Diese Rückblicke zeigen die Beziehung der drei von Anfang an, wie ein Ereignis zu einem anderen geführt hat und und und. Besonders gut gefallen mir die zum Schluss, als Ambrose sich immer mehr mit dem Tod seiner besten Freunde auseinander setzt, um wieder zurück ins Leben zu finden.
Der Stil in dem das Buch geschrieben wurde gefiel mir natürlich auch außerordentlich gut. Ich hab das Buch so schnell gelesen, ein nicht unbedeutender Teil ist gewiss dem Stil zu verdanken. Einfach und doch aussagekräftig!

Mein Fazit: Atemberaubend! Warum lauft ihr noch nicht in die Buchhandlung und bestellt es vor?!

Schönen Abend,

Michelle

30.9.14 21:07
 
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